Wird das Bargeld abgeschafft?

Seit vielen Monaten erscheint das Thema der Bargeldabschaffung recht regelmäßig in den medialen Schlagzeilen. Wer die Nutznießer und wie die Auswirkungen dazu sind, oder was dahinter steckt habe ich  in diesem Text zusammengefasst.

Die Diskussion Bargeld in naher Zukunft abzuschaffen ist seit einigen Monaten immer wieder Thema der medialen Diskussion. Es melden sich Ökonomen und sonstige „Experten“ zu Wort, die Vor- und Nachteile einer bargeldlosen Welt beschreiben.

Grundsätzlich geht die Diskussion auf ein Papier der europäischen Kommission vom Februar 2016 mit dem Titel „Vorschlag für eine EU-Initiative auf Beschränkungen von Zahlungen mit Bargeld“ zurück. Hintergrund ist die Anpassung an sogenannte „neue Bedrohungen“. Um es verständlich auszudrücken: Terrorismus, Drogengeschäfte, Steuerhinterziehung, usw. Da laut Experten diese neuen Bedrohungen hauptsächlich durch Barzahlungen finanziert werden, müssen diese stärker kontrolliert werden können. Das Papier verweist darauf, dass diese schärferen Kontrollen nur möglich wären, wenn es Obergrenzen zur Bezahlung mit Bargeld gäbe. Erste Beschränkungen gibt es bereits in mehreren EU Staaten wie Dänemark, Belgien, der Slowakei, in Griechenland oder Spanien. Konkretes kurzfristiges Ziel ist es, die Produktion des 500 Euro Scheines ab 2018 zu stoppen.

Da alle durchschnittsbegabten Menschen verstehen, dass sich sämtliche Terroristen, Drogenbosse, Steuerhinterzieher und andere Kriminelle nicht an Bargeldobergrenzen halten werden, erhärtet sich der Verdacht, dass andere Interessen im Vordergrund stehen.


Wer hat Interesse an einer bargeldlosen Welt?

Es gibt eine klare Antwort, wer das Bargeld abschaffen will: Es sind neben den Banken Kreditkartenunternehmen und Betreiber von elektronischen Zahlungssystemen. Außerdem diejenigen Politiker, die für eine absolute Kontrolle der Finanzflüsse stehen. Für all diese Unternehmen und Personen ist es ein Geschäft, wenn kein Bargeld im Umlauf ist.

Als nächsten Schritt muss man identifizieren, wer hinter diesen Unternehmen oder Politikern steht. Wer sind sind die Besitzer der Banken, Kreditkartenunternehmen, usw.? Welche Unternehmen fördern welche Politiker? Aus welchem Interessenskreis kommen diese Politiker?

In den allermeisten Fällen ist es eine kleine Finanzelite, die da im Hintergrund arbeitet, die mit dir und mir nix zu tun hat.

Gründe der Bargeldabschaffung

Ein erster Grund für die Abschaffung des Bargeldes ist also schnell identifiziert: Es ist die Gewinnmaximierung jener, deren Gewinnspannen ohnehin schon astronomisch sind. Es gibt aber weitere Gründe:

Die weltweite Überschuldung sorgt dafür, dass haben wir seit der Finanzkrise 2008 mehrmals miterlebt, dass Menschen ihr Vermögen von der Bank holen, um es in scheinbare Sicherheit zu bringen. Ohne Bargeld ist das aber einfach nicht mehr möglich. Digitales Geld kann nicht behoben werden, allerdings können sehr schnell Sondersteuern, Notabgaben oder andere Abstrusitäten rasch eingeführt werden (Griechenland ist bestes Beispiel dafür). Digitale Guthaben können damit rasch geschröpft werden.

Ein dritter Grund der EU-Kommission für die Bargeldabschaffung ist die absolute Kontrolle. Jede Transaktion wird damit sichtbar, egal was man wann und wo kauft. Der Bürger wird damit gläsern und noch leichter steuerbar.

Die Abschaffung von Bargeld ist also nichts anderes als die Beschneidung der persönlichen Freiheit und des persönlichen Vermögens, zugunsten einer Finanzelite, die nicht genug maximieren, rationalisieren und Gewinn abschöpfen kann!

Wie stehen die österreichischen Parteien zur Bargeldabschaffung?

Bis jetzt hat sich noch keine der österreichischen Parteien für eine Bargeldabschaffung ausgesprochen. Das liegt mit Sicherheit daran, dass eine gewaltige Mehrheit für die Beibehaltung des Bargeldes ist. Dennoch wird die Diskussion in den nächsten Jahren zunehmen. Deshalb ist es wichtig anstatt mit Kreditkarten mit Bargeld zu bezahlen und politische Entscheidungsträger von der Wichtigkeit des Bargeldes zu überzeugen.

Wer das Originalpapier der EU-Kommission lesen möchte, kann es hier finden.

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